Jemand sagt, dass es hier um Meinungsfreiheit geht. Ja, genau darum geht es. Aber die Meinungsfreiheit hat Grenzen. Und diese sind in unsere Staatsverfassung klar nierdergeschrieben.
Die Philosoph Karl Popper hat es mit dem berühmten Paradox der Tolleranz klar formuliert: Eine Gesellschaft, die mit allem tollerant ist, endet damit von den Intolleranten zerstört zu werden.
Aus diesem Grunde kann nicht sein, dass sich noch im Jahre 2026 in Rom hunderte von Faschos auf einem öffentlichen Platz treffen, sich reihenweise aufstellen und lautstark den römischen Salut machen, ohne dass die Polizei eingreift. Jene Parteien, welche gegen die Verfassung verstoßen, gehören ganz einfach verboten!
Jean Pascal Hohm hat eindeutig ein Problem mit queeren Personen. Er hat sich in Veranstaltungen mehrmals öffentlich gegen die Rechte von LGBT-Personen ausgesprochen. Er ist gegen eine stärkere Sichtbarkeit queerer Lebensentwürfe. Er greift Bildungsprogramme und Aufklärungsprojekte an, die Vielfalt thematisieren. Er lehnt sowohl ein Selbstbestimmungsgesetz für Transpersonen wie eine vollständige Gleichstellung von Regenbogenfamilien ab.
Ja, wir müssen empört sein über den Besuch von Herrn Hohm, aber uns gleichzeitig bewusst sein, dass es auch hierzulande viele Hohms gibt.
Die Bewegung zu der Jean Pascal Hohm gehört, nennt sich identitär. Nun, Herr Hohm wir hier in Südtirol wissen, was Identitäten sind, und wissen, wie wichtig es ist, Minderheiten zu schützen.
Wir wollen ein buntes Südtirol, wo jede und jeder sich zuhause fühlen kann. Deshalb Hohm go home!


